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Bewertung des toxikologischen Risikos für Mensch und Umwelt, das von Belastungen des Grundwassers (Grundwasserökosystemen) mit Tierarzneimitteln ausgeht

Aufruf von PAN Germany:

Draft guideline on assessing the toxicological risk to human health and groundwater communities from veterinary pharmaceuticals in groundwater

Wir bewerten den vorgeschlagenen Ansatz, eine Risikoabschätzung für prognostizierte Umwelt-Konzentrationen (PEC) von unter 0.1 μg/l durchzuführen(s. Szenario 2) grundsätzlich positiv.

ABER der Vorschlag zur Verfahrensänderung bei prognostizierter Umwelt-Konzentration (PEC) des Grundwassers von über 0.1 μg/l (s. Szenario 1) führt nach unserer Auffassung zu einer erheblichen Verschlechterung für den Umwelt- und Gesundheitsschutz und stellt eine Abkehr vom Vorsorgeprinzip dar!

Erklärung: Derzeit gilt: Eine im Rahmen der Zulassung prognostizierter Umwelt-Konzentration (PEC) des Grundwassers von über 0.1 μg/l gilt als nicht akzeptabel. Ein Antragssteller muss dann Risikominderungsmaßnahmen veranlassen. Reichen diese aus, den Wert auf unter 0.1 μg/l zu reduzieren, kann die Substanz zugelassen werden, reichen die Maßnahmen nicht aus, und bleibt eine PEC von über 0.1 μg/l  bestehen, kann der Stoff nicht zugelassen werden. (Der Trinkwassergrenzwert im Grundwasser ist ein Ausschlusskriterium). DIES SOLL SICH NUN ÄNDERN! (s. Szenario 1) Statt generell Belastungen von über  0.1 μg/l (PEC) nicht zu akzeptieren, soll das Risiko abgeschätzt werden (dies bedeutet, dass zukünftig für einige Stoffe auch PECs von weit über  0.1 μg/l plötzlich akzeptiert würden, sofern die Ökotox. Daten für die Einzelsubstanz ein unakzeptables Risiko nicht erwarten lassen! (Nur Substanzen, die auch als Pestizid oder Biozid eingesetzt werden, sollen auf Grundlage des Vorsorgegrenzwertes von 0,1µg/l bewertet werden, da nicht ein und derselbe Wirkstoff unterschiedlich bewertet werden darf.) PAN fordert, diese Änderung (Szenario 1) zu streichen.

Weitere Kritikpunkte:

- Mehrfachbelastungen / Kombinationswirkungen bleiben unberücksichtigt
 
- Der Grundwasserschutz muss prioritär behandelt werden. Die Risiko/Nutzen - Bewertung birgt die Gefahr, dass der therapeutische Nutzen hoher gewertet wird, als der Schutz des GW.

- Eine Prüfung, ob es weniger umweltproblematische Arzneimittel gibt, erfolgt nicht.
Dies ist ein Problem, denn zum Abschluss einer Bewertung folgt bei den Tierarzneimitteln stets eine Risiko-Nutzen-Analyse. Damit ist es möglich, selbst risikoreiche Mittel zuzulassen, wenn sie denn „nützlich“ sind. Die negativen Folgen werden der Allgemeinheit und zukünftigen Generationen aufgebürdet. An dieser Stelle wäre es daher notwendig, eine vergleichende Bewertung (wie bei Pestiziden und Bioziden) mit anderen Arzneimitteln durchzuführen, die für denselben Zweck eingesetzt werden: „Vergleichende Bewertung und Substitution“.

Am Fluss dahoam – Kleinkunstwettbewerb zu Alpenflüssen

Der WWF und seine Partner rufen im Rahmen des Projekt Alpenflusslandschaften zum Wettbewerb „Am Fluss dahoam“ auf: „Lasse deiner Kreativität freien Lauf – in einem Lied, Gedicht, Sprechgesang, Sketch oder Tanz, was immer dir einfällt. Überrasche uns und inspiriere andere!“ Interessierte Teilnehmer müssen sich zunächst registrieren und können dann im Zeitraum von 22.5. bis 30.11.2017 bis zu drei Beiträge einreichen: „Bitte filme dich bei der Aufführung deiner (Sprech-)Gesänge, Tänze, Sketche etc. oder beim Verlesen deiner Gedichte und lade dann den Video-Clip hoch“.

Die Wettbewerbsteilnehmer mit den besten Beiträgen werden von einer vierköpfigen Jury ausgewählt und zu einer öffentlichen Veranstaltung am 22. März 2018 (Weltwassertag) eingeladen. Bei dieser Veranstaltung wählt die Jury zusammen mit dem Publikum die Sieger in den beiden Kategorien 20 Minus (unter 20-Jährige) und 20 Plus (20-Jährige und darüber).

Die Preise sind wie folgt gestaffelt:

  • 1. Preis: jeweils 1.000 Euro
  • 2. Preis: jeweils 500 Euro
  • 3. Preis: Sachpreise jeweils im Wert von etwa 200 Euro

Website, Kontakt, Plakat, Banner

 

Flussfilmfest Dessau am 2. Juli 2017

Die GRÜNE LIGA nimmt die Etappe 9 der Elbschwimmstaffel zum Anlass, mit ihrer Flussfilmtour am Sonntag, dem 2. Juli 2017 in Dessau Station zu machen. Die Schwimmer und Begleitboote der Elbschwimmstaffel kommen gegen 14:00 Uhr im Seesportverein im Leopoldshafen an. Um 16:30 können sich Flussfilminteressierte von dort zum Kiez-Kino shutteln lassen.

Das Flussfilmfest Dessau beginnt um 17:00 Uhr im Kiez-Kino in der Bertold-Brecht Str. 29 (etwa 1 km vom Hauptbahnhof entfernt) und endet gegen 19:45 Uhr.

Download Poster ( 1.79 MB)

Mit "Invisible Ocean: Plakton and Plastic" und weiteren Kurzfilmen steht zunächst die Meeresverschmutzung durch Mikroplastik und Schadstoffe im Blickpunkt und ist auch Thema der anschließenden kurzen Diskussion zur Elbschwimmstaffel, einer Initiative im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2016*17 Meere und Ozeane. Zudem stellt Michael Bender, Leiter der GRÜNE LIGA Bundeskontaktstelle Wasser, die Initiative "Stoppt die Gülle-Verschmutzung - Schützt unser Wasser!" vor.

Heiko Schrenner von der Umweltstiftung WWF Deutschland ergänzt den zweiten Kurzfilmblock mit einer Einführung zum WWF-Projekt "Wilde Mulde". Die im zweiten Block auf dem Programm stehenden Filme aus den USA und Europa widmen sich Wildflüssen als Lebensräume mit großer Artenvielfalt sowie ihrer Bedrohung durch Staudamm- und Kraftwerksprojekte. Besonders dramatisch ist die Lage auf dem Balkan. Auch zur Wiederansiedlung des Lachses in der Elbe zeigen wir einen Kurzfilm.

Zum Abschluss stellen wir mit "One for the River: The Vjosa Story" (OmenglU) einen der letzten großen Wildflüsse Europas vor. Die Vjosa ist wie viele andere Balkanflüsse von einem massiven Staudamm-Boom bedroht. Zwei slowenische Kajak-Enthusiasten erkunden im Film die Vjosa von der Quelle in Griechenland durch Albanien bis zur Mündung in die südliche Adria.

Die Filme laufen überwiegend in englischer Originalfassung.

Tickets:

Tickets zum Preis von 6,- Euro können im Kino bestellt werden per Telefon: 0340 - 85 9 64 51 oder bis 3h vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail an: info@kiez-kino.de

Weitere Informationen:

www.flussaktionen.de
facebook.com/flussaktionen
www.elbschwimmstaffel.de

Programm:

17:00 Uhr Begrüßung
Michael Bender und Tobias Schäfer, GRÜNE LIGA e.V.
Bundeskontaktstelle Wasser / Water Policy Office

17:10 Uhr INVISIBLE OCEAN: PLANKTON AND PLASTIC (OF)
und weitere Kurzfilme zur Verschmutzung von Flüssen und Meeren

18:00 Uhr Diskussion "Das Meer beginnt hier"
Elbschwimmstaffel, Nitrat-Kampagne, Wilde Mulde
mit Michael Bender und Heiko Schrenner, WWF

18:30 Uhr KURZFILME aus den USA und Europa zu Wildflüssen, Elbfischen und Staudammkonflikten auf dem Balkan

19:00 Uhr Pause

19:15 Uhr ONE FOR THE RIVER: THE VJOSA STORY (OmenglU)

19:45 Uhr Ausklang im Café des Kinos

"Stoppt die Gülle-Verschmutzung - Schützt unser Wasser!"

Die massive Überdüngung der deutschen Felder durch die großindustrielle Agrarwirtschaft gefährdet zunehmend das Grundwasser. In einigen Regionen werden inzwischen alarmierende Nitratwerte gemessen. Das schadet der Umwelt und kostet die Verbraucherinnen und Verbraucher dreifach: Für die Wasserversorger wird es in vielen Regionen Deutschlands immer aufwendiger und kostenintensiver, die gesetzlichen Vorgaben der Trinkwasserverordnung einzuhalten. Damit droht in einigen Regionen ein Anstieg des Trinkwasserpreises um über 60 Prozent. Die Klage der Europäischen Kommission gegen Deutschland wegen Verstoßes gegen die EU-Nitratrichtlinie könnte zu hohen Strafzahlungen für Deutschland führen, die letztlich von den Steuerzahlern finanziert würden. Hinzu kommen die bestehenden Subventionen für die größtenteils industriell geprägte Landwirtschaft.

Trotz allem floriert der Gülltetourismus: Nach Angaben der Universität Wageningen wurden allein 2016 zwei Millionen Tonnen Wirtschaftsdünger aus den Niederlanden auf deutschen Äckern entsorgt. Das entspricht 66.600 LKW-Ladungen.

Unsere Forderungen an die Bundesregierung und die Europäische Kommission:

  1. Sofortiger Dünge-Stopp in belasteten Gebieten, wenn der Grenzwert(Schwellenwert/Umweltqualitätsziel) von 50 Milligramm Nitrat pro Liter im Grundwasser überschritten wird!
  2. Verpflichtende Stoffstrombilanzen ab 2018 für alle Agrarbetriebe!
  3. Gülle-Tourismus eindämmen: Gülletransporte bundesweit überwachen und in nitratbelasteten Gebieten Gülle-Importe stoppen!
  4. Agrarwende: Die Milliarden-Subventionen für die großindustrielle Agrarwirtschaft müssen sofort zugunsten einer gewässer- und umweltverträglichen Bewirtschaftung der Flächen umgeschichtet werden!


Die Initiative "Stoppt die Gülle-Verschmutzung - Schützt unser Wasser!" ist eine Initiative des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft gemeinsam mit: Aktion Agrar, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Deutsche Umwelthilfe, Deutscher Naturschutzring, Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches, Germanwatch, Greenpeace, GRÜNE LIGA und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.guelleverschmutzung-stoppen.de.

Petition online: Rettet unser Wasser – neue Tagebaue ausschließen

Die Versalzung der Spree und andere Langzeitfolgen des Kohlebergbaus sind schon heute kaum zu beherrschen und für Jahrzehnte mit hohen Kosten verbunden. Die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) strebt trotzdem an, noch einen neuen Braunkohletagebau zu eröffnen. Durch die Neuaufstel-lung des Gemeinsamen Landesentwicklungsplans von Berlin und Brandenburg haben wir jetzt die Chance, weitere Tagebaue verbindlich auszuschließen. Der Schutz des Trinkwassers muss außerdem vom Bergbaukonzern als Hauptverursacher der Sulfatbelastung bezahlt werden.
Fordern Sie deshalb mit den Initiatoren (Kohleausstieg Berlin, GRÜNE LIGA Berlin, GRÜNE LIGA Brandenburg, BUND Berlin, BUND Brandenburg und weitere Unterstützer*innen) Ministerpräsident Woidke, Bürgermeister Müller und die zuständigen Regierungsmitglieder auf:

  1. Neue Tagebaue in der gemeinsamen Landesplanung verbindlich auszuschließen, damit keine neuen Quellen für Sulfat und Eisenocker entstehen.
  2. Die zuständige Bergbaubehörde anzuweisen, die Sanierungsgelder der LEAG öffentlich zu sichern. Alle Kosten für die Tagebausanierung, bei der auch die Wasserqualität der Spree zu schützen ist, sind nach dem Verursacherprinzip aufzubringen.

Die Petition kann auf der Plattform WeAct unterzeichnet werden. Mehr Infos gibt es hier.

Die Elbschwimmstaffel – Das Meer beginnt hier!

Veranstaltungszeitraum: 24.06. - 12.07.2017

Seit Anfang April können sich Interessierte zum Mitschwimmen bei der mit 575 km größten Freiwasser-Schwimmstaffel Deutschlands registrieren. Die Elbschwimmstaffel findet als kombiniertes Sport- und Forschungsevent des Wissenschaftsjahrs 2016*17 – Meere und Ozeane statt. Mehr als 200 Teilnehmende werden in 19 Etappen durch sechs Bundesländer unterwegs sein. Start ist am 24. Juni in Bad Schandau. Die Staffel endet am 12. Juli in Geesthacht.
  Die Elbschwimmstaffel wird von drei wissenschaftlichen Projekten begleitet. Die Forschung in den Bereichen Hochwasserschutz und Wasserqualität gewährleistet eine nachhaltige Nutzung der Elbe. Entlang der Strecke können sich Zuschauer beteiligen und an ausgewählten Stationen unter Anleitung Experimente durchführen.
Mehr Informationen und Anmeldung hier.

Bürgerkonsultation der EU-Kommission zur zukünftigen Agrarpolitik

Bis zum 2. Mai 2017 haben alle Einwohner der EU die Chance, ihr Votum zur Zukunft der EUAgrarpolitik nach 2020 abzugeben. Wie sollen die 40 Prozent des EU-Haushalts umfassenden Subventionen (derzeit 60 Milliarden Euro) künftig verteilt werden? Welche Ziele und Instrumente werden für die Zeit nach 2020 favorisiert?
 
Die 34 Fragen umfassende Konsultation kann hier auch auf deutsch beantwortet werden. Die europäischen Umweltverbände haben hierzu einen Ausfüllvorschlag mit umfangreicher Begründung
ausgearbeitet, die auf www.livingland.de zu finden ist.

LivingLand – Umweltverbände starten europaweite Plattform für Agrarreform

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU trägt wesentlich zur Nährstoffbelastung im Grundwasser
und in den Trinkwasserressourcen aber auch in den Flüssen und Seen und im Meer bei. Zaghaft
positive Reformansätze der EU-Kommission werden immer wieder von den Mitgliedsstaaten, darunter
Deutschland, blockiert. Gleichzeitig geht das Höfesterben ungebremst weiter. Mit der gemeinsam
gestarteten Initiative „LivingLand“ setzen sich die Umweltverbände BirdLife Europe, Europäisches
Umweltbüro und WWF Europe für eine nachhaltige, naturverträgliche und faire Agrarpolitik ein:


„Wir wollen eine EU-Agrarpolitik, die folgende Ziele erfüllt:

  • Fair : für Landwirte und ländliche Regionen
  • Ökologisch nachhaltig: für reine Luft und sauberes Wasser, gesunde Böden und die Vielfalt von Tieren und Pflanzen
  • Gesund: für gute Lebensmittel und das Wohlergehen aller Menschen
  • Mit globaler Verantwortung: für den Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung weltweit“

Unternehmen (gern auch die Wasserwirtschaft und ihre Verbände!) und Organisationen haben die
Möglichkeit, dieses Anliegen mit ihrem Logo zu unterstützen.
Weitere Informationen auf deutsch sind zu finden auf: www.livingland.de, Anfragen können gestellt
werden an: LivingLand@NABU.de. Die GRÜNE LIGA e.V. gehört zu den Unterstützern von LivingLand.

60 Jugendliche aus 17 Ländern feiern Europäischen Flussbadetag in Berlin

"Spree – sie gehört mir. Spree – sie gehört Dir. Spree. Sie gehört uns." Mit diesem Ruf feierten am 10. Juli 60 Jugendliche aus 17 Ländern den Europäischen Flussbadetag "Big Jump" auf der Insel der Jugend im Treptower Park. Berlin liegt zwar am Fluss, jedoch gibt es in der Stadtspree und ihren Kanälen keine offizielle Flussbadestelle. Die Aktion verleiht dem Wunsch nach Badestellen in urbanen Gewässern Ausdruck. Mit ihrer Teilnahme setzten die internationalen Teilnehmer_innen des Youth Network for River Action in Zusammenarbeit mit der GRÜNEN LIGA e.V. ein Zeichen für modernen, zukunftsorientierten Gewässerschutz.

Silke Gebel, Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin, ging in der Diskussion mit den Jugendlichen auf die sieben Forderungen des Big Jump Berlin ein. "Wasser ist wichtig für Berlin. Gut, dass es engagierte, junge Menschen gibt, die sich dafür stark machen. Diese Arbeit muss vom Land wahrgenommen und unterstützt werden. Deshalb habe ich die Schirmherrschaft für den diesjährigen Big Jump übernommen und werde mich im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung für eine Stärkung der Gewässerpädagogik einsetzen.", so Gebel.

Die Gewässerschutz-in-Badehose-Aktion ist Teil des vom 6. - 12. Juli stattfindenden Berlin River Camp, bei dem sich die Jugendlichen intensiv mit dem Thema Gewässerschutz befassen. "Die Spree ist Leben, das sich selbstlos gibt, so dass Du und ich leben können", sagte Pia Mlinar aus Slowenien. "Die Spree ist nicht nur eine wunderschöne und starke Quelle des Lebens, sondern auch ein Symbol für unsere eigene Existenz. Ihre Zukunft ist unsere. Wir sind ihre Gegenwart", so Yoav Bar Ness aus Israel. 

Das Interesse an Badestellen in der Stadt belegen die "Big Jumps" an Spreekanal, Landwehrkanal, Rummelsburger Bucht und der Insel der Jugend in den vergangenen Jahren. "Der Big Jump ist ein Zukunftsindikator", sagte Rafael Ziegler, Koordinator des internationalen Youth Network for River Action. "Er zeigt uns, wo die Menschen Badeplätze und eine bessere Wasserqualität in der Zukunft sehen wollen." Beim "Big Jump" springen in ganz Europa Menschen gleichzeitig für besseren Gewässerschutz in ihre Flüsse. Über ein Drittel der Big Jump Stellen in Europa sind jedoch keine offiziellen Badeorte nach der Klassifizierung der Baderichtlinie. 

Im internationalen Blue City Index gehört Berlin zur Klasse der "ressourcen-effizienten und adaptiven" Städte. Berlin hat jedoch noch nicht die höchste Kategorie des Index erreicht. Zu dieser gehören Städte, die weise mit ihrem Wasser umgehen (water-wise city). Berlin hat die Chance diese Spitzenposition zu erreichen und eine internationale Vorreiterrolle einzunehmen. Dazu gehört insbesondere ein Wassermanagement, das auf die Wünsche und Überlegungen der Bürger_innen eingeht und diese in die Planung aktiv miteinbezieht.

Hier gehts zu den Forderungen für Gewässerschutz in Berlin anlässlich des Europäischen Flussbadetags 2016.

Kontakt:
Rafael Ziegler (Youth Network for River Action): rziegler@uni-greifswald.de; Tel. (0)30 44-33-9180
Anna Bugey (GRÜNE LIGA e.V.): anna.bugey@grueneliga.de; Tel. 0173/1752044
Weitere Informationen zum Berlin River Camp 2016 unter: https://berlinrivercamp2016.net/ und https://www.facebook.com/BigJumpChallenge/

Einladung zum Gewässerschutz-Seminar im Rahmen des Berlin River Camps 2016 am 8. Juli

Das Seminar ist Teil des Berlin River Camps 2016. Das Camp bringt Jugendliche aus 18 Ländern nach Berlin für die gemeinsame Diskussion von Gewässerschutz und Flussbaden in der Stadt. Es vereint thematische Inputs, Gruppenaktivitäten, öffentliche Diskussionen und jede Menge Zeit für gegenseitiges Kennenlernen. Koordinatoren des Camps sind die GRÜNE LIGA e.V. und die sozial-ökologische Forschungsplattform GETIDOS.

Die Idee für dieses Sommercamp entstand im Rahmen der Big Jump Challenge 2015 – der Jugendkampagne für Gewässerschutz. Im Sommer 2015 reisten Jugendliche zwischen 17 und 25 aus ganz Europa nach Brüssel, um ihre Aktionen und Ideen zum Gewässerschutz in der europäischen Hauptstadt zu präsentieren. Das damals entstandene Manifest finden Sie online.

Die Eckdaten zum Seminar:
Datum: Freitag, 8. Juli 2016 von 10:00 bis 12:00 Uhr
Veranstaltungsort: Robert-Havemann-Saal im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Das Programm zur Veranstaltung gibt's hier zum Download.

Macht mit! Gegen Plastik in unseren Meeren

Pro Jahr werden 300 Millionen Tonnen Plastik produziert, davon landen mehr als 10 Millionen Tonnen als Müll wieder in den Ozeanen (Schätzung UNEP). Auf jedem Quadratkilometer der Wasseroberfläche treiben inzwischen bis zu 18.000 Plastikteile unterschiedlichster Größe. Mit verheerenden Auswirkungen für alle Wasserorganismen und Vögel, die das Plastik mit Beute verwechseln. Von der Europäischen Union werden Kunststoffabfälle bis heute wenig thematisiert. Zeit das zu verändern! Deshalb fordert die europäische Bürgerinitiative "stop plastic in the sea" eine umfassende Regelung zu diesem Thema. Es geht darum, im Sinne der Kreislaufwirtschaft die Verwendung von biologisch abbaubaren Kunststoffen zu fördern und im Einklang mit der Abfallhierarchie die Entstehung von Kunststoffabfällen an der Quelle zu verhindern sowie ihr Recycling zu fördern, damit sie nicht ins Meer getragen werden. Eine umfassende Regelung im Vorfeld dient letztendlich dem Schutz der Meeresumwelt. Bis zum 19. Oktober 2016 muss die Initiative eine Millionen Unterschriften gesammelt haben, um eingebracht werden zu können. Helft mit und unterzeichnet hier!

Teilnahmeaufruf: Sensing the City, Sensing Water 2016!

Vom 6. bis 12. Juli findet in Berlin das Youth River Action Camp 2016 unter dem Motto "Sensing the City, Sensing Water 2016!" statt. Bist du interessiert an Gewässerschutz? Oder bereits aktiv dabei? Dann mach mit beim Youth River Action Camp Berlin 2016! Das Camp setzt sich aus einer Kombination von thematischen Inputs, Gruppenarbeiten, öffentlichen Diskussionen und viel gemeinsamer Zeit zusammen. Bewerben kannst du dich noch bis zum 30. Mai. Genauere Infos findest du unter dem Menüpunkt Kampagnen und Events.

  (c) Big Jump Challenge

 

21. Mai 2016: World Fish Migration Day – Tag der Wanderfische

Beteiligt euch mit eigenen Aktionen am 21. Mai 20016 am "World Fisch Migration Day". Seit 2014 gibt es den Aktionstag für Wanderfische, um auf schutzwürdige frei fließende Flüsse aufmerksam zu machen. Die Wiederherstellung der Durchgängigkeit  von Flüssen für Wanderfische ist nach wie vor ein entscheidendes Thema, wenn es um den menschlichen Einfluss auf Ökosysteme geht. Zu viele Gewässer weltweit sind verbaut, sodass Fische gar nicht oder nur unter Einsatz ihres Lebens die Barrieren überqueren können. Helft mit und macht durch Aktionen aufmerksam auf diese aquatischen Missstände!

Fisch des Jahres 2016

Wusstest Du schon, dass der Fisch des Jahres 2016 der Hecht ist?!

Gekürt wurde er vom Deutschen Angelfischerverband (DAFV), dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST), dem Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) und vom Bundesamtes für Naturschutz (BfN).

Der Hecht ist ein Raubfisch mit vielen spitzen Zähnen. Er ist als Speisefisch beliebt, doch wird er durch zunhmende Veränderungen seines Lebensraumes bedroht. Er ist eine der größten und bekanntesten heimischen Fischarten. Mit dem Hecht wurde eine Art gewählt, durch die die Zusammenhänge zwischen Natur- und Artenschutz sowie nachhaltiger, verantwortungsvoller Naturnutzung verdeutlicht werden können. Wenn Ufer und Auen renaturiert oder in einem naturnahen Zustand erhalten werden, dienen sie dem Hecht als Rückzugsraum und Laichplatz. Damit wird einerseits der Bestand dieses von vielen Anglerinnen und Anglern geschätzten Speisefisches gesichert und gleichzeitig Lebensraum vieler weiterer Tier- und Pflanzenarten verbessert.

(c) joakant/pixelio.de

Flussfilmfest-Video jetzt online!

Vom 22. bis 24 Januar veranstaltete die GRÜNE LIGA zusammen mit vielen Partnern zum ersten Mal das Flussfilmfest Berlin. Jetzt könnt ihr euch das Video zu dem spannenden Wochende rund um frei fließende Flüsse ansehen und ein paar Impressionen bekommen. Viel Spaß!

Flussfilmfest-Video
Einfach auf das Bild klicken.

Weltwassertag am 22. März

Jedes Jahr feiern Menschen überall auf der Welt den Weltwassertag am 22. März mit den unterschiedlichsten Aktionen. Das internationale Thema dieses Jahr ist "Wasser und Arbeitsplätze".

Wasser hat in unserer Gesellschaft, wie überall auf der Welt, eine herausragende Bedeutung als Lebensgrundlage für Mensch und Tier. Aus diesem Grund und auch im Zusammenhang mit der Klimakrise rückt der Schutz dieser Ressource weiter in den Mittelpunkt. Nach und nach besinnt man sich auf eine nachhaltige Nutzung, doch der Weg zu einem nachhaltigen Umgang ist noch weit und steinig. Bis heute haben über eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, geschweige denn zu Sanitäranlagen. Seit 2003 organisiert UN-Water den Weltwassertag. Wie sieht es in euren Städten und Gemeinden aus? Schon etwas geplant und organisiert zum Weltwassertag?

Flussfilmfest 2016 Berlin

Die GRÜNE LIGA holte mit dem Flussfilmfest Berlin das “Wild & Scenic Film Festival” im Januar 2016 nach Berlin - und damit erstmalig nach Europa. Mit zwei ausverkauften Abenden und gut besuchten weiteren Filmblöcken war die dreitägige Veranstaltung ein voller Erfolg! Die Filmvorführungen wurden ergänzt durch thematische Einführungen, Diskussionsrunden mit Wissenschaftler_innen und Umweltaktivist_innen. Weitere Informationen, das Programm und Bilder vom Festival

 

Flussparlament 2015

Am 15. und 16. Oktober 2015 kamen Flussbotschafter_innen aus ganz Deutschland nach Berlin um sich über ihre Aktionen zum Gewässerschutz auszutauschen und ihre Botschaften und Forderungen Bundestagsparlamentarier_innen zu präsentieren und mit ihnen zu diskutieren. Es waren zwei bunte und spannende Tage. Danke an alle Teilnehmenden!

Hier gehts zu einem Bericht der Big Jump Challenge dazu: Spreemüllfisch im Bundestag

Die Präsentationen der Teilnehmenden findet ihr hier

Weitere Eindrücke und Bilder hier und auf facebook

 

 

Tierfabriken den Güllehahn zudrehen

Die Aktion Agrar setzt sich mit ihrer Kampagne an die Agrarminister der Länder für eine konsequente Düngeverordnung ein.

Volksbegehren gegen Massentierhaltung

Alle Brandenburger_innen sind bis zum 14.01.2016 aufgerufen ihre Stimme gegen Massentierhaltung abzugeben.

Big Jump

Seit 2005 springen jedes Jahr zum Europäischen Flussbadetag Menschen in ihre Flüsse und Seen, um ein Zeichen für mehr Gewässerschutz zu setzen. Die europaweite Flussbadeaktion wurde von Roberto Epple initiiert.

Logo Big Jump Challenge

Big Jump Challenge

Die "Big Jump Challenge 2015" ist eine europäische Jugendkampagne für den Gewässerschutz. Die Kampagne unterstützt kreative Aktionen im Rahmen des Europäischen Flussbadetags ("Big Jump").

Logo blue heart

Blue Heart

Wir sind eine Koalition von NGOs, die die Kampagne “Rettet das blaue Herz Europas” ins Leben gerufen hat, um auf die bevorstehende Staudammwelle auf der Balkanhalbinsel aufmerksam ...

GRÜNE LIGA

1990 gründeten Umweltbewegte die GRÜNE LIGA – Netzwerk ökologischer Bewegungen. Die GRÜNE LIGA hat ihre Wurzeln in den kirchlichen Umwelt- und Friedensgruppen, Stadtökologiegruppen ...

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